Beiträge von Wisedrum

    Kenn ich auch von anderen Maschinen wie beispielsweise der RE EFI 500 oder der W650, dass Verkäufer nach deren Produktionsende 'Spätzünder', die diese Maschinen erst im Nachhinein nach deren Verschwinden gut und begehrenswert finden, versuchen, mit völlig abgedreht übersteigerten Preisvorstellungen zu melken. Nicht selten werden solche 'tollen' Motorräder dann teurer angeboten, als es ihr Neupreis laut Liste oder der beim Händler ausgehandelte Kaufpreis, liegen oft ein gutes Stück auseinander, war. Es gibt sogar Verkäufer, die diese Motorräder einst als Spekulationsobjekte kauften in der Hoffnung, mit ihnen irgendwann nett Kohle machen zu können.


    Wer auf so einen Bock Bock hat, sollte in Verhandlung mit dem Verkäufer treten, der glaubt, dass in der Gunst der Stunde seiner Kiste ganz viel drin ist.


    Weil Herr Einstein in diesem Zusammenhang genannt, nicht aber zitiert wurde, gibt's an dieser Stelle sein berühmtestes Zitat:


    "Zwei Dinge sind unendlich, das Universum und die menschliche Dummheit, aber bei dem Universum bin ich mir noch nicht ganz sicher."


    Wie und ob es ein Zeichen von mangelnder Schlauheit ist, einen zu teuer angebotenen Gegenstand zu kaufen, muss jeder selbst wissen, falls es ihm klar ist und er es selbst überhaupt so im Habenwollenreflex empfinden kann. Manchmal führt kein Weg daran vorbei, als zu viel zu bezahlen, damit die liebe Seele Ruh' gibt. Auch darauf wird spekuliert.

    Habe schon den Schritt von hübschen klassischen Motorrädern hin zu transformerlike, insektziösen, häßlichen mangacomcichaftgestylten Motorrädern, die heute überwiegend den Motorradverbrennermarkt beherrschen, nicht nachvollziehen können und mitgemacht.


    E-Motorräder turnen mich noch eine Runde weiter ab in ihrer unförmigen Hässlichkeit, bei der irgendwas ganz merkwürdig in einem noch komischeren Rahmen hängt.


    Vielleicht ist es Gewohnheit, das irgendwann gut zu finden. Sie hat noch nicht eingesetzt. Vermutlich wird sie es auch nicht mehr.

    Wenn die Honda kein Ölaustritt irgendwo hat, kann sie's nur verbrennen. Das wäre mehr als ärglich nach der geringen Laufleistung und überhaupt. Dieser Angelegenheit ließe sich nur durch Motorzerlegung und aufwendiges Messen von Bauteilen auf die Schliche kommen. Ist man nicht der Oberschrauber mit Können und Bock auf so ein Unterfangen, wird eine derartige Ursachenforschung sündhaft teuer und gleicht für mich einem SuperGAU, dem Abschied vom Motorrad. Deswegen lassen, Öl nachkippen und ausschließen, das Ölstandsmessfehler vorliegen. Liegen leider und gut im Bereich des Möglichen. Die Möglichkeit des offensichtlichen Ölstandablesens gehört nicht zu den Stärken der CB, weil es oft zutrifft: Wie Sie sehen, erkennen Sie gar nichts. Trotz neckischem Scheibenwischer. Geht mir zumindest so.


    Sollte die CB tatsächlich einen derartig hohen Ölverbrauch haben, keinen halte ich für normal, hätte ich Bedenken, dass sie irgendwann im Motor deswegen mit Ölkohle verkokt und laufmäßig deshalb das große Spacken anfängt.

    Irgendwann geben O-Ringe auf, die Fettfüllung zwischen einzelnen Kettenteilen verflüchtigt sich und dann geschieht durch Rost genau das, bei dem Du dich fragst, ob Du's so schreiben kannst.


    Die Erstausrüsterkette wies bei mir beides bei 50.000km auf, übermäßige Längung, die Kettenspanner waren am Ende ihres usable range angekommen und die Kette hatte einen Gutteil ihrer Beweglichkeit eingebüßt. Zudem spitzte sich die Lage am Kettenblatt zu. Aber nach 50.000km darf das alles schon mal vorkommen.


    Zur Kettenspannung/Pflege:


    Als ich die CB neu kaufte, wies sie kein Lastwechselspiel auf, da der Händler das tat, was viele Seinesgleichen machen, die Kette eher zu straff gespannt einstellen. Die Probefahrtmaschine läuft dann 'betörend' lastwechselruckelfrei. Ich habe und würde die Kettenspannung eher (zu) locker als zu fest einstellen und durch die Art des Umgangs mit dem Gasgriff für lastwechsel- und ruckfreies Fahren sorgen. Dafür verbietet sich dann heftiges Angasen, was nicht allen schmecken wird. M.E.n. knallt das genauso auf die Kette und ihren Verschleiß wie ein zu strammes Spiel. Habe die Kette nur geschmiert. Bei und durch Regenfahrten bedingt eher häufiger als seltener, weil Feuchtigkeit Kettenfett schneller abträgt, als man bis 3 zählen kann, egal welches überteuerte Wundermitttel verwendet wird. Nun kann man Regenfahrten auch lassen, wenn man die Wahl hat. Gerät man während der Fahrt in Regen, stellt sich die Wahl allerdings nicht.

    Warmgefahren im Sommer über Land mit ziemlich gleichbleibenden 80-90km/h sind echte Niedrigverbrauchswunder mit der CB egal mit welchem Getriebe möglich. Alles andere, vor allem die kalte Jahreszeit, in der sich der große luftölgekühlte Inline4 kaum noch erwärmt, kosten besonders innerstädtisch und im 'schnelleren, freien Flug' außerorts reichlich Sprit. Damit meine ich bei meiner leicht über 5l/100km, was mir schon zu viel aber eben so ist, selbst spritsparbewusst in solchen Bedingungen gefahren.


    Nur oder auch deswegen die CB zu verkaufen, käme mir nicht in den Sinn. Da müsste ich dann schon anders mit der Honda nicht warmgeworden sein. Is' aber nicht so und kommt bestimmt hier und da vor.


    Die CB ist kein Motorrad für jedermann. Kann sie selbst als UJM (https://de.wikibrief.org/wiki/Universal_Japanese_Motorcycle) nicht sein, obwohl sie vielseitig einsetzbar ist m.E.n. . Eher ein Fall für 'Spezialisten', die sich an und mit ihr zu erfreuen vermögen. Das ist durchaus möglich trotz ihrer sogeschriebenen 'Nachteile', will man sie so betrachten: Recht hohes Gewicht, im Verhältnis zum Hubraum nicht üppig motorisiert, legt man's darauf an, kann sie überraschend durstig werden, für manchen unbequeme Sitzhaltung, usw. .