Beiträge von Wisedrum

    .., die in D bei rund 2.000km p.a. pro Fahrer liegt. Nicht selten verteilt auf mehr als nur 1 Motorrad. Nun kann sich dazu jeder seinen eigenen Reim in Kombination mit der gewichtsmäßig nicht sonderlich 'vorteilhaft' ausbalancierten CB1100 und dem zunehmendem Alter von Motorradfahrern machen. Gefahren und rangiert wird auch mal irgendwann im Jahr. Oder wieder verkauft.

    Dies in Kombi mit recht dünnen Reifen macht die CB neben ihr stehend an der Seite beim Hin- und Herbewegen, so man dessen Willens und in der Lage ist, ein wenig kippelig. In Fahrt und oder im Stand drauf sitzend ist das Handling gut. Nur auf ungünstigen Untergründen macht das Rangieren so ohne Motor dann auch keine große Freude und man astet sich schnell 'nen Wolf. Dafür fährt oder rangiert man halt 'ne CB1100. Man kann eben nicht alles haben.

    Die gleichen Sturzbügel haben meine CB bei Umfallern am Motorgehäuse vor Schäden bewahrt. Kann sie nur empfehlen, falls man sich optisch mit ihnen anfreunden kann, was mir keine Schwierigkeiten bereitet. Nur pflegen sollte man sie. Sie rosten recht schnell an der Unterseite und Winkeln, die 'versteckt' liegen, wenn nicht.

    Update:


    Apropos Akkus, einer von beiden hält seine Spannung nicht mehr lange, wenn ich sie aus den Handschuhen bei Nichtbenutzung nehme, so wie es empfohlen wird. Der intakte hat damit keine Probleme. Leider sind Verschleißartikel wie Akkus von der Garantie ausgenommen, schreibt der Hersteller. Nun denn, was soll's. Im Netz kaufte ich einen nach für 37€ inklusive Versand. Nun halten beide wieder ihren vollen Ladestand nach Aufladung bei Lagerung und ich starte gleich mit vollen Akkus auf eine Fahrt mit der Enfield.

    Bei leicht klassischer Anmutung liegt in meinen Augen die Betonung auf "leicht" mit viel Phantasie. Egal, jedem das, wozu er sich hingezogen fühlt.


    "Auf den Hauptständer hieven" ist bei der CB1100 ein anderes spezielles Thema als das Rangieren vor und zurück in unterschiedlichen Gegebenheiten ohne Motorunterstützung. Dieses Thema verlor bei meiner CB durch die Montage eines Gepäckträgers seine vorher vorhandene Schwere und gewann deutlich an Leichtigkeit. Packe ich die CB nun an diesem zum Aufbocken statt in der Nähe des Rahmendreiecks, wirkt der von der Honda m.E. ungünstig gewählte Umlenkwinkel des Hauptständers weitaus weniger nervig und die CB 'springt' vereinfacht geschrieben eher auf den Hauptständer beim Zurückziehen des Motorrads. Auch hier merkt man die Schwere und seiner mit Vorsicht zu genießenden Gewichtsverteilung, die noch unvorteilhafter mit Gepäckbeladung wird.


    Wenn man diese CB fahren will, arrangiert man sich damit und mit ihren anderen Eigenarten technischer und motorischer 'Natur'. Wenn nicht, erwägt man keinen Kauf. Wenn doch, fährt man sie einfach, so wie sie ist, baut sie vielleicht irgendwie nach eigenem Geschmack und Bedürfnissen um und sich 'zurecht' oder vertickt sie wieder, was ja nicht so selten vorkommt.


    Meine fahre ich schon lange mit ein paar An-, nicht Umbauteilen und mit Freude weiter, so lange mir das gegeben und möglich ist. Good motorbike.

    Die CB1100 ist nicht leicht, hat relativ dünne Reifen und für mein Empfinden einen relativ hohen Schwerpunkt, der sich mit Gepäck bestückt noch weiter nach oben verlagert beispielsweise durch einen bepackten Tankrucksack und eine vollgefüllte Gepäckrolle auf dem Heck. Das erleichtert nicht unbedingt das Rangieren und Manövrieren ohne Motorunterstützung geradeaus. Rückwärts gibt's diese eh nicht. Geht's dabei noch irgendwie oder auch nur leicht 'bergan', ist vollends Schluss mit lustig. Ebenso, wenn die CB bepackt zu Boden geht, auch ohne Gepäck keine angenehme Sache des Wiederaufrichtens.


    Stört mich das alles? Nein, ich stelle mich wie auch immer darauf ein. Gehört zur Maschine diese Gegebenheit. In Fahrt ist die CB hingegen sehr easy händelbar, obwohl sehr langsam gefahren und mit 2 Personen besetzt, gilt es wachsam und vorsichtig zu sein und dem Mitfahrenden klar zu machen, keine Turnübungen während einer solchen Fahrt auf seinem Teil der Sitzbank zu machen. Sonst wird die Fuhre unangenehm kippelig.

    Irgendwie nett, um es mal so auszudrücken. Mir wäre so ein Cruiser Vogel zu schwer und von der Sitzposition nicht das, was mich beim Fahren anschockt. Füße zu weit vorne. Das schreibe ich als jemand, der für wenige Jahre eine Honda VT1100 C3 fuhr und feststellte, is' doch nicht so meins. Obwohl, deren hydraulische Ventile und den Kardan hätte ich ob der Wartungsfreundlichkeit gern behalten.


    Muss jeder selbst wissen, ob er für dieses Vintage über 20 Riesen auf den Tisch des Indian Händlers blättert. Aber nett, dass es heute noch solche luftölgekühlten Mopeten gibt. Irgendwann ist auch diese Phase Geschichte - von Wasser umspült.


    Wenn's um einen indian riding style geht, tut's für mich meine indische RE Kiste seit geraumer Zeit, die ebenfalls pushrod betrieben einzylindrig motortechnisch von allem nur ein Viertel aufweist, rund die Hälfte auf die Waage bringt, mit einem für mich günstigeren 90° Kniewinkel beim Fahren aufwartet und ein unvergleichliches Fahrgefühl bietet. So sind die Empfindungen, Bedürfnisse und die finanzielle Bereitschaft, für's Motorradfahren Kohle rauszuhauen, bei Motorradfahrern verschieden, was auch gut ist.

    Das ist eine beachtliche km-Leistung. Sowohl für den Fahrer als auch seine Maschine. Respekt, nicht schlecht Herr Specht.


    Der durchschnittliche Motorradfahrer wird davon hunderttausende Meilen weit entfernt bleiben. Zähle ich alle km bisher auf motorisierten 2Rädern in den Jahrzehnten zusammen, so komme ich nicht einmal auf die Hälfte von 800.000km. Nun ja, Hauptsache man hat Freude am Motorradfahren. Ein Wettbewerb, wer die meisten km auf Motorrädern abreißt, ist mir fremd und unterliegt dem Ermessen des einzelnen Fahrers.


    Als anvisiertes Ziel möchte ich mit der CB und der W die 100.000km Schallmauer selbstgefahren knacken. Die Chancen, dies mit den über 82.000km gelaufenen Maschinen zu erreichen, stehen gut. Wann? Egal. Danach sehe ich weiter. Ob die Enfield, bisher über 37.000km gelaufen, das einmal schafft oder ich noch so lange motorradfahre, bleibt abzuwarten und 'steht in den Sternen' des Nichtwissens.

    Dann ist ja alles gut, keine Panik auf der Titanic. Der CB Motor schnurrt ohne Macken ganz ruhig vor sich hin. Zumindest der meiner Kiste und auch nach 82.000km noch. Gerade eingefahren, hihi. Smoother Inline Four ohne Aufregung, aber bei Bedarf kräftig für mein Empfinden.