Beiträge von Wisedrum

    Bin älter und größer und fahre neben der CB eine Enfield EFI500 seit etlichen Jahren. Man kann sie scheuchen und dann ist sie für ihr Verhältnis auch relativ bis etwas 'flink'. Ich stelle dabei aber schnell fest, dass diese Art der Fortbewegung nicht ihre Domäne ist. Meine W und noch mehr die CB gehen beim raschen Gasgriffdreh je nach Gang ungleich stärker zur Sache. Dennoch fahre ich alle Motorräder sinnig, cruisend und oft geruhsam ähnlich entspannt. Dies entspricht meinem Fahrstil am meisten und ist bestimmt produktiv bezüglich ihrer Haltbarkeit und der ihrer Verschleißteile, was für mich keine untergeordnete Rolle spielt, sondern vielmehr im Bezug auf Unterhaltskosten wichtig ist.


    Auf der CB kann ich gut und lange beim Fahren im Serientrimm sitzen als auf sie Eingesessener. Hängt sicherlich davon ab, wie man drauf und fit ist. Und bleibt.

    Das kann ich nachvollziehen. Fuhr einmal eine Road King beim hiesigen Harley Händler Probe und dealte danach einen aus. Er hätte die CB in Zahlung genommen, ich 10 Riesen draufgepackt. Ich überlegte und blieb bei der Honda. Wollte nicht von der Honda in die Gemeinde der Harley Fahrer aus vielerlei Gründen wechseln. Hat sich für mich als die richtige und passende Entscheidung erwiesen.

    Wer eine CB kauft und dann wieder verkauft nach einer gewissen Zeit, wird seine Gründe dafür haben, über die sich trefflich spekulieren lässt. Oder sie werden kommuniziert, was dem Mutmaßen in Einzelfällen ein Ende bereitet. Ebenso darüber, warum sie im Besitz nur wenig gefahren wurde. In Anbetracht der durchschnittlichen Jahresfahrleistung in Höhe von um die 2.000km eines Motorradfahrers in D ist letzteres wohl eher die Regel als die Ausnahme.


    Da hier Royal Enfield erwähnt wurde, von denen reichlich mit wenig km und oft nach verhältnismäßig kurzer Zeit als Gebrauchtfahrzeuge in den Verkaufsportalen angeboten werden, verhält es sich mit den dort angebotenen CBs vielleicht ähnlich. Man erfüllt sich einen Wunsch, einen Traum, ein Retrobike zu fahren, oft nostalgisch getriggert. Neu war der Retrospaß bei Honda allerdings ungleich teurer und vertickt die Kiste dann wieder, wenn sich die Begeisterung gelegt hat. Dabei kann das Gewicht, die gebotene Leistung, die Sitzposition, vielleicht sogar das zunächst gefallende Design und nicht zuletzt die sich geändert habende Lebenssituation inklusive Gesundheit und Vorlieben eine Rolle spielen. Oder einfach nur der Bedarf für und die stetige Sehnsucht nach einem "Bäumchen Wechsel Dich Spiel", in dem immer wieder Neues und Anderes zum motorradmäßigen Angehipptwerden eine Rolle spielen mit der sich nicht selten einstellenden Erkenntnis, Glück und Erfüllung gibt's dort und so auch nicht auf Dauer. Das Spiel wird fortgesetzt. Dann muss die CB gehen und wandert von einer Hand in die andere.


    Bei mir musste sie's nicht. Ich habe schon über 10 Jahre und auf vielen km Freude mit ihr. Eher die Ausnahme denn die Regel - vermutlich.

    Bin auch so motorradmäßigerseits sozialisiert. Doch im Alltag möchte ich solche Oldies nicht fahren, geschweige denn kaufen. Muss ich auch nicht, denn es gibt klasse Retromotorräder wie beispielsweise die CB. Sie unterstützen meine nostalgischen Motorradbedürfnisse, ohne mir bislang den Aufwand und die Zickereien von alten Motorrädern aus den 60ern und 70ern zu bescheren. Beides würde mir vermutlich auch mit anderen modernen Motorrädern, wie sie auch hier und unlängst gekauft werden, erspart bleiben, aber ein wesentlicher Faktor käme zu kurz, sie allein schon optisch leiden zu mögen. Das vermag ich nicht und kostet zu viel Überwindung, die ich nicht bereit bin aufzubringen als 'Hängengebliebener' bei einer Ästhetik, die in den vergangenen Jahren bis heute kaum noch neu anzutreffen ist.

    Wunderschön funktioniert mit der CB und ähnlichem, nicht aber mit den sonst aufgeführten Motorradkategorien, so gut diese auch funktionieren mögen.


    Ein Teil des Motorradfahrens besteht für mich darin, sich am Aussehen seines Motorrads nicht satt sehen zu können und stets aufs Neue daran zu erfreuen. Hierbei hat sicherlich jeder seine und andere Präferenzen. Entsprechend wird gekauft. Auch mehrfach. Solange es dem Käufer gefällt, nur darum geht's, ist doch alles chico, bis wieder verkauft wird. Was andere darüber denken, sagen und schreiben, ist egal.

    Und für die Schweiz herrlich übermotorisiert wie die CB1100 oder viele andere Motorräder. Aber man kann und muss sich ja dort zusammenreißen, will man weiter fahren und den Geldbeutel schonen.


    Gebe es gerne zu, mich sprechen klassische schöne Motorräder am stärksten an, die auch alltagstauglich und universell einsetzbar sind. Bis auf den Ritt durchs Gelände. Es sei denn, man will sie zerdengeln. Das wird man die NC dort auch. Vielleicht als X nicht so schnell.


    Es finden sich sicherlich auch ein paar andere 'Ewig Gestrige' hier. Fraglich ist, ob sie sich outen. Nur Mut!

    Viel Freude an und mit dieser Honda.


    Kann's mir nicht verkneifen: Die Geschmäcker sind sehr verschieden. Als durch die CB1100 und andere hübsche klassische Retromotorräder Verwöhnter, kann ich mit dererlei Motorrad schon rein optisch nichts anfangen.

    Fahre gerne mit einem Windschild. Bin nun beim dritten Windschild an der EFI 500 angelangt. Zunächst kaufte ich bei Kauf des Motorrades einen Schild 'passend', so zumindest der Händler, für die Enfield dazu. Es besaß keine ABE für die EFi 500. Bei der ersten HU auf seinem Hof drückte er dennoch den Schild irgendwie durch, obwohl der Prüfer das Fehlen bemängelte.

    Nachdem der Schild beim Zubodengehen des Motorrades durch einen Betrunkenen gehimmelt wurde, besorgte ich einen PUIG Universalschild, den ich zum Schluss mit einem Aufsatz versah. Sah nicht gut aus und brachte zwar so ein wenig Geräuschverbesserung der ansonsten nervig werdenden Fahrtwindlautstärke, die Halterung des Schildes war aber ab etwa 90km/h so dem Winddruck nicht mehr zu meiner Zufriedenheit gewachsen und der Schild wanderte mit zunehmender Geschwindigkeit langsam aber stetig nach oben.




    Nun probiere ich einen günstig gekauften, guterhaltenen, gebrauchten MRA Customschild, größer und mit besserer Halterung. Die erste Probefahrten verliefen meinen Vorstellungen nach ganz vielversprechend, was den Wind- und Lärmschutz nebst der Beständigkeit in der Halterung betraf. Eben brachte ich einen noch vorhandenen Kantenschutz an, weil ich mir unsicher war, ob dies bei einer HU Nervereien geben kann. Der Schild müsste mindestens 5mm Dicke an den Rändern haben ohne, fand ich als Info im Netz, hat aber nur 4mm. Als ABE lud ich eine für MRA Windschilder aus'm Netz, das auch meinen Schild listet. Sogar für die EFI500 Modelle als passend, aber erst ab 2017. Da kaufte ich zwar Ende des Jahres meine Enfield, gebaut wurde sie aber m. E. als eines der letzten Euro 3 Modelle in 2016. Ob das zum casus beknacktus wird, werde ich erleben. Andernfalls demontiere ich den Schild usw. . Bei meiner Honda musste ein Windschild ohne mitgeführte passende ABE während einer Prüfung demontiert werden, ansonsten keine Plakette. Bei anderen Prüfungen fanden die Windschilder in den Augen der Prüfer keinerlei Beachtung. So kann's auch laufen und darauf setze ich pokernd.