Beiträge von Wisedrum

    Vor allem kann sich das bei Toyota HSDs wie bei meinem Prius sehr abturnend entwickeln, die allesamt beim vorausschauend verhaltenen Bremsen rekuperativ statt mechanisch bremsen. Vorne sowieso stärker als hinten.


    Da mir dieses Problemfeld als langjähriger Priusfahrer seit einem Jahrzehnt mehr als bewusst ist, ich kriegte mit dem Vorgänger noch unbedarft nach 40.000km beim 1. TÜV nach 3 Jahren die rote Karte seinetwegen gezeigt, dachte ich, ich hab's dazugelernt nun allmählich langsam mal im Griff, deswegen in der Prüfung nicht anzuecken. Aber denkste. Nun gut. Ich lerne und freibremse weiter, bis Prüfer verstummen. Hoffentlich. Immerhin wurde nun erst nach 5 Jahren und 80.000km wegen der original Bremsscheiben der Laute gemacht. Der Schlimmseins-Grad ihrer Wellig- und Riefigkeit ist sehr diskutabel, das sehe ich entspannter wie der Toyota-Meister. Aber weder er noch ich kleben die begehrten Plaketten.

    Die Schwager-Werkstatt-langjährig vertrauter Prüfer-Nummer klingt sehr gut und überzeugend. So eine hätte ich auch gern als TÜV-Joker mit Gewinngarantie und würde fürs Bier danach sorgen.

    So ähnlich erging es mir vor wenigen Tagen bei KÜS während der HU meines Autos. Der Prüfer klebte zum Abschluss der Untersuchung die erhoffte Plakette, nicht ohne vorher bemerkt zu haben, dass ihm der 'Rostansatz' der Bremsscheiben hinten nicht gefiel und er in 2 Jahren die Plakette deswegen nicht erteilen würde. Ich solle versuchen, per Fußfeststellbremse die Scheiben rostfrei(er) zu halten. Nichts anderes tat ich vorher, schwieg aber dazu und nickte nur.


    Anschließend ließ ich einen Meister bei Toyota die Bremsanlage begutachten, um seine Einschätzung der Sachlage zu erfahren. Rostansatz? Er befand ihn als weitaus weniger dramatisch als der Prüfer. 2 Spezialisten, 2 Meinungen, von denen einer die Plakette klebt und etwas finden will. Davon ab und erschreckend, 122 Tacken sind schon reichlich Geld für so eine kurze technische Untersuchung und 'stündlich' wird sie teurer.


    Ich gebe alldieweil mein Bestes, um in 2 Jahren nicht einen Haufen Asche in die Bremsanlage meiner Autokarre versenken zu müssen. Bringt vielleicht was, mal sehen. Oder fahre dann nicht mehr zu KÜS, sondern lasse den Wagen woanders von einem anderen tüven. Mit den Motorrädern zickte es bis auf eine dem Prüfer zu lockere Schwinge der CB, die deswegen nach Nachziehen kostenpflichtig zur Nachprüfung antanzen durfte, bisher nicht.

    Ich freue mich, wenn mir unterwegs überhaupt mal eine andere CB1100 begegnet. Das war nur sehr, sehr selten der Fall in den vergangenen 7 Jahren. Davor nie. Es war nur ein Mal eine schwarze 2013er dabei. Auf sie traf ich in Schottland während einer Motorradtour. Ihr Besitzer war ein alter Mann, der mit ihr auf dem Trailer durch die Lande zog. Inzwischen hat er sie verkauft, weil sie ihm zu schwer geworden ist. Kann mir gut vorstellen, dass Du so eine außer auf Bildern auch kaum zu Gesicht bekommen hast. Vielleicht während deines USA-Trips ein paar live.

    Wenn Du dem Motorrad, das Du nicht mehr fährst, denn einen Namen und eine Zuordnung geben möchtest, kommt das dabei raus.


    Es bleibt dir unbenommen, die CB im Nachhinein so zu betrachten. Wie geschrieben, mach ich mir über so etwas keinen großen 'Kopp' und fahre sie einfach. Auch mal auf Spazierfahrten, was auch immer sie sein sollen. Kenne nur Motorradfahrten.

    Ich denke, der Titel "alter Kilometertöter" gebührt itsme. Zumindest wenn es bei ihm in diesem Zusammenhang um die CB geht.


    Allerdings, ich gurke auf meinen Motorrädern auch 'ne Menge km jahrein, jahraus zusammen. Nur eben nicht allein mit der Honda.

    Dann wünsche ich dir mit deinen beiden anderen Motorrädern in Zukunft viel Freude und dass sich dein Motorradfahren freundlich und gut auf ihnen fortsetzt.


    Wer weiß, vielleicht führt dein Weg wieder auf eine CB zurück, so wie es die Wege von anderen CB-Fahrern, die zwischenzeitlich mal keine waren, auch taten.