Beiträge von Wisedrum

    Von Motorradfahrern, die auch (mal) bei Kälte fahren, sind ja kaum welche, las und sah ich, dass sie eine Kombi aus mehreren Kälteentgegenwirkern fahren. Als da sind: Heizgriffe und Lenkerstulpen oder Heizgriffe und beheizte Handschuhe. Vielleicht sogar alle 3 Komponenten gleichzeitig. Entschied mich aus verschiedenen Gründen nur für eine Komponente und finde, reicht auf bislang 3 Fahrten seit Kauf bei Temperaturen von 2° bis 5° im Norden von D derzeit, um wärmere Hände während der Fahrt zu haben als ohne beheizbare Handschuhe bislang.


    Konnte heute sogar wie mit den anderen Winterhandschuhen ohne eingeschaltete Heizung innerstädtisch fahren, ohne mir die Flossen abzufrieren. So gut ist ihr kälteisolierendes Futter. Über Land schaltete ich die Heizung auf die 2. Stufe und behielt selbst so bei deutlich höheren Geschwindigkeiten als in der Stadt ausreichend warme Hände. Die Handschuhe sind keine frisch mit heißwarmen Wasser befüllte Wärmflasche oder eine Handsauna. Aber um die Hände nicht frierend leiden zu lassen, langen sie allemal. Und mit der Heizung nicht nur auf voll AK gestellt, halten die 7,4V Akkus recht lange, ohne bislang ihre Ladung zur Neige geritten zu haben. Mehr als ein Teilstrich verschwand nicht auf den Fahrten. Ich teste weiter.

    Hier mein Eindruck nach einem Proberitt:


    Ohne Handschuhe bei den derzeitigen Temperaturen, nicht gut. Mit und ohne Heizung schon besser, aber mit Heizung eindeutig am besten.


    Fuhr etwas über eine Stunde, probierte unterschiedliche Heizstufen aus, verbrauchte dabei einen der 3 Ladestandsanzeigenstriche und bin zufrieden, Test bestanden.


    Beheizbare Griffe möchte ich nicht, müsste, wenn, 3 Motorrädern damit ausrüsten. Auch wenn der Eingriff in die Elektrik des Motorrads kommunziert harmlos zu sein scheint, sind sie mir seinetwegen nicht lieb mit irgendetwas, das wie auch immer Strom aus den Energiequellen des Motorrads zieht.

    Da ich auch im Winter gern eine Runde mit dem Motorrad fahre außer bei Glätte, Schneefall und gesalzenen Straßen, habe ich Winterhandschuhe. Alte von Held, die im Begriff sind, sich aufzulösen und relativ neue von Reusch. Kälte wird an den Händen aber ab gewissen Niedrigtemperaturen mit ihnen ein Problem abhängig von der Fahrtlänge. Fahre ohne Lenkerstulpen und Heizgriffe. Manchmal ziehe ich mir noch Unterziehhandschuhe an. Bringt ein wenig zusätzlichen Kälteschutz.

    Heute entdeckte ich beheizbare Handschuhe, schaute ein paar Videos und las Berichte über sie. Kein günstiges Vergnügen. Derzeit hat Louis Macna Unite 2.0 RTX im Angebot für 134 statt 209€. Auch nicht ganz billig, aber einen Versuch wert. In der Kieler Filiale war die mir passende Größe L vorrätig. Jetzt probiere ich die warmhaltenden 'Wunderteile' aus, nachdem die Batterien nachgeladen wurden. Bin gespannt, mit welcher Stufe man wie warme Flossen bekommt, behält und wie lange in der kalten Wirklichkeit. Zockel gleich bei bummelligen 3° und Trockenheit los.

    Hat jemand mit derartigen Handschuhen schon Erfahrung sammeln können?

    Hatte diesen Windschild auch mal an der CB. Wieder abgebaut und mit einem MRA Highshild ersetzt. Bietet deutlich mehr und besseren Windschutz, auf den ich Wert lege. Mag ihn auch optisch wesentlich lieber leiden. Zudem hält die Puig Minischeibe bei höheren Geschwindigkeiten, was auch immer der Einzelne bei der CB darunter verstehen und zu erfahren vermag, dem zunehmendem Winddruck nicht stand und verbiegt durch ihn zusehend. Das gefiel mir nicht, obwohl ich nicht oft schnell, so schnell mit der CB fahre. Muss jeder wissen, ob und mit welchem Windschild er fährt, schreibt ein bekennender Windschildverfechter.

    Mit Ventilspielkontrolle verdient eine Werkstatt immer satt Kohle. Mehr noch, wenn die Ventile eingestellt werden müssen bei der CB. Das wird ein arbeitsintensiver Prozess durch demontierte Nockenwellen. Deutlich teurer wird eine Überholung des Zylinderkopfes, wenn sich beispielsweise Auslassventile durch zu gering gewordenes Spiel in die 'Ventilsitze, zu heiß geworden, eingearbeitet haben'.


    Zwischen all dem muss ein Fahrer abwägen, was und ob er überhaupt an den Ventilen etwas macht oder machen lässt. Teuer wird's so oder so. Oder ob er einfach nur sinnig mit der CB und ihrem Motor fährt. Kann gut gehen.

    Süffig meint glattgelutscht?


    Die Honda passt in das optische Mainstreameinerlei, was als naked bike hier wie dort überwiegend watercooled von vielen Herstellern auf dem Markt ist.

    Bin mal gespannt, ob und wer im nächsten Jahr von der CB1100 auf diese Honda wechselt. Sie ist leichter, schneller, stärker und moderner. Sie ist aber als Retromotorrad nicht so gelungen mit u.a. optisch nichtsagendem wassergekühlten Motor. Dazu nur ein Ableger eines bestehenden Modells wie es auch andere Hersteller vormachten und keine Eigenentwicklung mit Alleinstellungsmerkmal wie die 1100. Dafür erfüllt sie vermutlich das, was einige an der 1100 vermissen. Ich gehöre nicht dazu und bleibe bei meiner CB.


    Neue Retro-Honda kommt mit 124 PS nach Deutschland: Honda CB 1000 F (2026)
    Jetzt offiziell: Die Retro-Honda CB 1000 F kommt 2026 nach Deutschland. Mit 124 PS. Alle technischen Daten liegen vor.
    www.motorradonline.de