Moin Wisedrum,
mein Beileid für den Umfaller und den Umwerfer - aber freut mich, dass Du auch in Krisensituationen an Deinem Stoizismus festhältst und er sich da in Gestalt von schnell wieder einkehrendem Seelenfrieden bewährt. Ich bin da anders und hätte der Nachbarin was gehustet. Wer weiß, ob der Umwerfer nicht doch ursächlich für den Umfaller war, etwa weil die Maschine leicht anders stand oder die Plane unten aufging und so fortan doch als Segel fungierte - die Koinzidenz ist ja schon recht auffällig.
Ich habe auch einmal einen Umfaller durch Wind gehabt: Sturm Niklas hat mir 2015 meine Sporty umgelegt, die mit Plane auf dem Seitenständer längs auf der leicht geneigten Straße stand. Ich war verreist und konnte die Plane nicht abmachen, und als ich wiederkam und mit dem Auto in unsere Straße einbog, stand die Maschine nicht mehr auf der Straße und ich bekam Vorhofflimmern. Zu meinem Erstaunen stand sie stattdessen direkt auf meinem Grundstück an der Hauswand schön auf dem Ständer. Bei näherem Hinsehen sah ich den baumelnden Ochsenaugenblinker und ein paar Kratzer. Ein Nachbar-Ehepaar kam bald auf mich zu und berichtete vom Umfaller. Ich war echt perplex, dass die beiden - keine Biker, keine Kraftsportler - die nicht eben leichte Maschine nicht nur aufgehoben hatten, sondern auch noch (mit eingerastetem Lenkerschloss!) perfekt bis an die Hauswand manövriert hatten. Da war natürlich ein großes Dankeschön und eine gute Flasche Rotwein fällig. Den Schaden hat meine Vollkasko bezahlt. Ich parke seitdem meine Maschine immer auf dem Hauptständer, da es mir - ohne Verzurrung - auf dem Seitenständer zu gefährlich scheint, da der Wind die Maschine ja nur einmal bis knapp über den Scheitelpunkt aufrichten muss, und dann liegt sie.
Gruß!
Roman
