Wie lange gibt es die CB1100 noch?

  • #31

    Servus


    Gute Qualität wiegt halt ein bischen mehr. Nach 4000 Kilometern(CB 1100ex) immer noch begeistert.
    Übrigens ist der Kardan auch nicht unbedingt eine Alternative. So robust und wartungsarm
    ist der auch nicht.Habe nach 30000 Kilometern schon mal das große Kugellager im HAG gewechselt.
    Da war die Härteschicht runter.Des kostet erheblich mehr als ein Kettensatz.Manche Hersteller
    haben auch Probleme mit der Dichtigkeit des Antriebstrangs.(Welche sag ich nicht).
    Bei der Kette hab ich immer Sichtkontakt und seh was Wartungstechnisch fehlt.
    Übrigens find ich glänzendes Metall schon immer schön anzuschauen.Des muß auch was wiegen.
    :violin: :eusa-whistle:


    Gruß Robert

    Trau schau Wem

  • #32

    Frage ist, bei welchem Motorrad machte der Kardan Ärger?


    Japaner können Kardan. Heute bestimmt auch in schlank und relativ leicht. Meine VTShadow1100 besaß ihn, über 33.000km völlig unproblematisch. Dann
    verkauft. Behaupte, dass er auch noch viel länger nicht auf sich aufmerksam gemacht hätte, ein Motorradlebenlang, über wieviel Hunderttausend km es auch gehen mag. Schon Suzuki stattete ihre GS850 als Touringbike vor Jahrzehnten mit einem vorzüglichen Kardanantrieb aus. Ich bin einem Kardan gegenüber nicht abgeneigt und sehe seine eindeutigen Vorzüge. Neue Kettenantriebe laufen eine Weile ganz brauchbar.... danach wird's irgendwann teuer in hübscher Regelmäßigkeit. Dreckig sowieso und bei Regen immer nett trocken mahlend laufend trotz Schmierung. So prickelnd ist das alles nicht.


    Wer seiner Kettenkiste nicht sonderlich nennenswerte km auf den Tacho spult jährlich, nur bei Trockenheit fährt und sonst das Motorrad im Trocknen daheim parkt, wird von den Kettenachteilen wenig bis nichts bekommen und nur aus Jux und Tollerei alle Jubeljahre mal den Kettensatz wechseln. Die anderen haben ihn stets im wahrsten Sinne des Wortes auf Rechnung. Lässt man einen Wechsel bei Honda mit Originalteilen machen, wird man arm. Selbst ein Schrauber kann da preislich nicht ganz anderes zaubern. Vielleicht ein fähiger Freund. Oder man kann's am besten selbst, Ich kann's nicht und zahle....


    Wisedrum

    Einmal editiert, zuletzt von Wisedrum ()

  • #34

    hatte schon mal Bilder gesehen von einem Pan European Kardan mit kaum 100000km ufff...Zähne waren spitz eher wie Messerklingen......


    ich sage mir: 4-5 Ketten oder 1 Kardan....

    .

    Physik ist nur trocken , wenn der Tank leer ist
    .

    2 Mal editiert, zuletzt von alprider ()

  • #35

    Von 1980-83 baute Honda die CB1000C mit Kardanwelle mit Vorlegegetriebe. Sie besaß 2 Grundübersetzungen für Cruising und schnelles Highwayfahren, also insgesamt 10 unterschiedliche Übersetzungen. Noch heute schwärmen Amerikaner von ihr als die beste jemals gebaute Honda. Sie werden wissen warum.


    Also, Honda kann das Kardanding auch im Verbund mit einem großen Reihenvierer. Sehr gut bestimmt sogar. Das wünschte ich mir auch heute als ein Update statt irgendeines anderen entbehrlichen "Firlefanzes". Und Hydros, für die es auch hauseigene Beispiele im Reigen der Reihenvierer gibt.



    [album]1196[/album]


    Wisedrum

  • #36


    Absolut!
    Und Kardan ist für mich das non-plus-Ultra bei Motorrädern.
    Hatte seinerzeit eine CX 500 mit 50 PS und Kardan.
    Absolut KEIN Unterschied zu einer Kettenmaschine zu merken!



    Ich habe an meiner BLAUEN CB 1100 ( alprider: ich war der Kollege mit der blauen CB beim Eifeltreffen, ich hoffe, dass man auf dem 3. Foto sieht, dass es ein blau ist, allerdings ein dunkles blau) einen CLS Kettenöler montiert.
    Das Teil ist MEGA-geil.
    Ölmenge ist in über 10 Stufen einstellbar, mit speziellen Regenstufen.
    Da wird nix trocken. Kette ist IMMER bestens geölt.
    Auf der Homepage von CLS wird eine Weltumreisungs-Motorrad-Tante zitiert, die glaube ich mit einer(!) Kette durch 5 Wüsten gefahren ist. Das sagt alles.
    Ohne diesen Öler hätte ich mir die CB 1100 definitiv nicht gekauft (bin einfach zu faul ein Kette regelmäßig zu warten).


    P.S. Yamaha hat ja seinerzeit auch mit der XS 1100 bewiesen, dass Kardan und grossvolumige Motorräder bestens harmonieren.

  • #37

    Kardan kann man ganz gut zeitig morden mit schweren Maschinen und gar noch vollbepackt......stehts herzhaft angasen und harte Lastwechsel......


    eben Pan European...und mit meiner GW ging ich entsprechend um z.b im Schwarzwald....bzw. nur selten gab ich weisss gott wie Stoff vorallem mit Sozia.......hatte von Wingern auch schon von ausgeschlagenen Kardane gehört mit moderaten km Leistungen...

    .

    Physik ist nur trocken , wenn der Tank leer ist
    .

  • #38


    Weil Kardan irgendwie zum Thema passt ... :eusa-whistle: :D


    ... habe ich auch Nachteile aufgeschnappt hier und da: bröselige Simmeringe, schwitzende Dichtungen, gebrochene Wellen, Gewicht, hohe Fertigungskosten (und daher höherer Endpreis), manchmal etwa laut ("singen"), wenn Werkstatt, dann teuer. Und wenn während der Fahrt Welle oder Kegelräder den Geist aufgeben, blockiert dann nicht u.U. das Hinterrad? Gruselige Vorstellung. Längere Radstände und/oder Schwingen sind auch nicht jedermanns Geschmack.


    Gruß
    Jörg

  • #39

    Ich durfte mal das zweifelhafte Vergnügen erleben, während einer AB-Fahrt einen gepflegten Kettenriss auszustehen. Allerdings war er selbstinsziniert, da ich in einem bestehenden Kettensatz nur das Ritzel zwecks längerer Übersetzung änderte. Ging eine Weile gut, bis es zu diesem unschönen Ereignis kam. Der Fahrer, nicht aber die Maschine, blieb' dabei unversehrt. Macht man nicht, ist klar, damalige Naivität führte mich dazu. Mach' ich heute nicht mehr solchen Blödsinn.


    Dafür reite ich einen Kettensatz bis zum geht nicht mehr auf. 50.000km sind da schon ganz nett. Wenn einem dabei die Kette um die Ohren saust, ist das natürlich sehr "unschön", zumal mir schlagartig klar wird nach einem Kettensatzwechsel, was für ein smooth geschmeidiges Sekundärantriebssystem eine Kette zunächst sein kann, aber eben nicht über ihre gesamte Laufzeit bleibt trotz Pflege und Schmierung. Heutige elektronisch gesteuerte Oiler mögen ganz okay und gleichzeitig nicht billig sein. Mein alter Scoti aus der Gründerzeit der automatischen Kettenpflege überzeugt mich zwar nicht, bleibt aber an einem anderen Motorrad, der W, dran. Komplett von Nässe überfordert, egal wie eingestellt. Die CB erhält keinen. Was bleibt? Früher wechseln, oft erneuern Kettentreiber den Satz in Richtung von 30.000km oder deutlich früher, was mir allerdings zu häufig ist, ist eine Option, wenn auch eine teuere.


    Einem guten und im Umgang gut behandelten Kardan aus Japan, trotz anderweitigen Schilderungen, trau' ich bei gelegentlichen Ölwechseln beim Kardan ein ewiges Leben ohne irgendwelche Ausfälle und Auffälligkeiten zu im Gegensatz zu Kettensätzen. Mit irgendwelchen nennenswerten Leistungsschluckeinbußen wird er nicht einhergehen, ebenso den Verbrauch und das Gewicht nicht sonderlich nach oben pushen. Aufstellmomente und Heckversteifung dürften heute Schnee von gestern sein. Und wenn mehr Gewicht, kann mancher Fahrer durch eigenes Gewichtstuning gegenanarbeiten. Bei mir ist da allerdings wenig zu holen, würde' wohl sonst zu leicht zum CB-Rangieren- und Treiben werden und vermutlich irgendwann wie der fliegende Robert trotz Windschildes einfach so beim Fahren davongeweht werden.


    Wisedrum

  • #40


    Hallo, du hast aber schon mitbekommen, daß die CB 1100 Einspritzung, Lambdasonde und Katalysator hat? Dein Wissen ist eher auf dem Stand Vergaser-Motor-Tröte.


    Bei einem Katalysator sorgt die Lambasonde dafür, daß immer exakt soviel Kraftstoff eingespritzt wird, wie auch verbrannt werden kann. Es soll möglichst kein Sauerstoff oder Kraftstoff über bleiben. Dann ist Lambda = 1. Anfetten zur Kühlung würde den Katalysator killen.


    Die Verdichtung kann sicher nicht ohne weiteres angehoben werden, denn dann entsteht im Bereich des Z-kopfes mehr Wärme, welche abgeführt werden muss. Gleichzeitig gäbe es auch mehr Stickoxide. Und die Gefahr von Hochdrehzahlklingeln würde zunehmen.


    Ich bin mit der Motorcharakteristik in Verbindung mit der Übersetzung sehr zufrieden. (2013 MJ)
    Und wenn dort aufgrund der Abgasnorm im oberen Drehzahlbereich etwas Leistung fehlen würde, egal. Wichtig wäre mir, das das Drehmoment bleibt.


    Und was nicht so smooth ist: Übergang aus längerem Schiebebetrieb auf Anzug, wenn man den Kran zu weit aufdreht.


    Gruss
    Lutz

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