Beiträge von Wisedrum

    Also im Prinzip kann man sich die Probefahrt auf der CB 1100 ganz sparen.

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    Wenn sie dir GEFÄLLT kannst du bei einer neuen unbesehen zuschlagen.

    Für diejenigen, die die CB besitzen, fahren und vor allem vorbehaltlos mögen, ist das leicht schreiben: Unbesehen als Neufahrzeug ohne Probefahrt kaufen.


    Die CB hat als letzter luftölgekühlter Inline4-Dino ihren unbestreitbaren Reiz, gerade weil sie die Vergangenheit auf ihre Art in die Gegenwart transportiert. So etwas wirds nach ihr nie wieder in der Form geben. Darauf kann man rein optisch schon anspringen. Geschieht öfter. Ob das Motorrad dann das Fahrzeug sein kann, mit dem man auch gerne fährt oder es sich letztlich nicht als 'Fehlkauf' entpuppt, wage zu behaupten, die hats gegeben mit oder ohne Eingeständnis, lässt sich nur auf einer Probefahrt privat oder über ein Geschäft ansatzweise ergründen. Meine CB fuhr ich auch kurz Probe. Das hatte gereicht, um festzustellen, kann ich locker mit leben und mich darauf einfahren, bevor ich dem Händler eine malade gewordene und bei ihm gebraucht gekaufte Cali innerhallb seiner Gewährleistung wieder in die Hände drückte.


    Was ich damals bereits ahnte, hat sich auf über 66.000km bis heute bestätigt, sie ist das bessere Motorrad. Für mich. Sie ist ein sehr gutes Motorrad. Sie wird es nicht für jeden sein. Auch nicht für anfänglich Feuer und Flamme Seiende.

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    Aber im Grunde sind sich hier alle über die CB einig - oder hat es schon jemand bereut sie gekauft zu haben?

    Ob es jemand bereut hat, eine CB gekauft zu haben, weiß ich nicht.


    Aber nicht alle haben sie behalten. Eine Zeitlang hat sie gepasst oder es wurde versucht, sie passend zu machen, bis dann ihre Zeit um war und sie warum auch immer veräußert wurde. Wie das dann manchmal

    so, vielleicht auch wehmütig laufen kann. Und tschüs.

    Die W800 ist schon sehr gut. Als Parelleltwin aber ein anders Motorrad als die CB, wenn auch sehr retro bzw. noch um einiges ausgeprägter. Für ihre 'nur' 48PS trabt sie bei Bedarf sehr nett an und ist im Topspeed, falls er von irgendeinem Interesse bei diesen Motorrädern ist, nicht viel, wenn überhaupt langsamer als die speedbegrenzte CB. Die liegt dafür satter und weitaus weniger wankelmütig auf der Straße. Zieht verständlicherweise auch kräftiger durch, sollte darauf Wert gelegt werden. Wenn man die CB in den unteren Gängen richtig tritt, ist das für mein Empfinden schon Extremsport, was der Motor dann veranstaltet. Ich halte es dann lieber mit Churchill, no sports. Obwohl, so unsportlich soll er nicht gewesen sein.


    Wenn Du kannst, zieh dir noch 'ne W. Sie lohnt sich.

    Als Anhaltungspunkte für eine Einschätzung und zur Veranschaulichung reichen mir die Diagramme. Es lässt sich alles in Frage stellen: Messgenauigkeit, Messbedingungen, die Vergleichbarkeit von Prüfständen, der 'Aggregatzustand' der getesteten Motoren, die seelische und mentale Verfassung der Prüfstandsbediener, wat wes ick und und und, so man will. Und irgendwas fehlt immer. Hier ist's nun der nicht ausreichend dargestellte Bereich zwischen 2.000-3.000U/min. Was soll's. Wer sich daran stört usw. .


    Ich sehe die Diagramme und bin verwundert, dass beide CB-Varianten die Herstellerangaben bezüglich der Drehzahlen fürs max. Drehmoment mal nach oben, mal nach unten um rund einen halben Tausender 'reißen'. Soll vorkommen. Aber was sind schon ein paar Hunderter unter CBlern, wenn sich jede CB toll fährt? Eben.


    Allen CBs scheint gemein, über ein verhältnismäßig breites Drehzahlband auf einem Drehmomentplateau von 90+ Nm surfen zu können. Der Reiz dieses Motors. Das hat Honda fein abgestimmt so hinbekommen für Freunde von solcher Art Motor. Auch ab 2.000U/min liegen bereits genug Nm an mit irgendwas um die 80. Für mich sogar noch darunter, quasi ab Standgas. Das sollte reichen fürs Cruisen, rasche Durchschalten und gar fürs Gangskippen, wenn man auf so einen relaxten Fahrstil steht.

    Hier die Leistungskurven von der 2013 CB, linkes Diagramm, und der 2017 RS, rechtes Diagramm, wie zur genaueren Betrachtung gewünscht als nur ein, zwei Zahlen zu nennen.


    Die des EX-Modells aus 2014 verlinkte ich erst kürzlich. Ob diese Zahlen(spiele) mit ihren Kurven in der eigenen Praxis eine Rolle spielen? Wird jeder selbst wissen und sich einen Reim darauf machen.


    Meiner lautet: es ist laut Prüfstand schon ein gewaltiger Unterschied beim Anliegen der Drehzahl für das höchste Drehmoment vorhanden. Serienstreuung? Wohl auch. Nun denn.


    In der Vorstellung finde ich jedoch den Unterschied zwischen 5-und 6-Gang-Getriebe massiver. Vielleicht fällt er in der Praxis weniger eklatant aus als in meiner Vorstellung, die das mit mehr Gangstufen versehene Getriebe als echten Dynamikkiller sieht aufgrund seiner noch ellenlängeren Übersetzung, die die Endgeschwindigkeit bereits im 3.Gang gecuttet ermöglicht, wenn man denn will. Wirkt befremdlich, wenn es 6 Gänge gibt. Wohl nur zum Drehzahlsenken die letzten beiden, die die CB zum dieselesken Tieftourer mutieren lassen. Is' auch was und wird sie anders als den roten Bereich abkönnen.


    Hab den Test im "Kradblatt" nach Jahren noch mal ganz gelesen. Klaus Herder beschreibt mit seinem Eindruck von der CB1100 diese sehr gelungen. Das tat er bereits in 2013 und auch heute noch trifft in der Retrospektive vieles für mich zu, der ich die CB nun 6,5 Jahre fahre. Wenn man will, kann man die Leichtigkeit des auf den Hauptständer Wuchtens und das Nichtpassen der Sitzposition für Menschen auf 190cm zugehend inklusiv der mangelnden 'Güte' der Seriensitzbank nebst dem verhaltenen Auspuffsound anders sehen, das tue ich. Einige Forumianer werden sich in seinen Einschätzungen wiederfinden und das große Basteln deswegen gestartet haben. Er dagegen steht mehr auf Originalbelassen. Ich pflichte ihm bei.


    Auch auf die mögliche höchste Drehzahl, deren Begrenzung er bei 9.000U/min vermutet, geht er mit folgenden, gut gewählten Worten ein:


    "Bis etwa 7000/min geht es konstant weiter, weiteres Ausdrehen bringt nichts. Der Begrenzer soll angeblich bei knapp 9000/min materialschonend eingreifen – ein Bereich, in den kein auch nur halbwegs sensibler CB 1100-Fahrer jemals vordringen wird."


    Halbwegs sensibler CB-Fahrer und jemals, schön formuliert. Materialschonend bei 9.000U/min? Ansichtssache. Probierts aus! Dabei sollte man dann nicht zu gefühlsempfindlich sein. Wird schon, klar, die Honda kann das ab. Fragt sich nur wie lange. Aber, es geschieht ja nur für kurze Zeit testweise oder aus 'Versehen' und einen Motor 'mal' in den Drehzahllimiter jagen, hat noch keinem Motor geschadet. Oder? Ich kann darüber bei der Honda aus persönlicher Erfahrung nichts schreiben.

    Die alter Version hat zum Beispiel den max. Drehmoment bei 5.500, die danach bei 5.000.

    ( Falko : im dritten kommt der Speedcutter bei ca. 180, nicht der Drehzahlbgegrenzer... wir haben zwei Begrenzer. :) und in dem Artikel ist auch die alte Version der CB . )

    Für mein Dafürhalten wurden die Drehzahlen fürs höchste Drehmoment durcheinandergewürfelt.


    "Dafür ist ein maximales Drehmoment von 93 Nm bei moderaten 5000/min bereits auf dem Papier zu viel Holz."


    https://kradblatt.de/honda-cb-1100-modell-2013/


    Das ist der Wert fürs alte, das 1. Modell. Ihn bieten die Nachfolgemodelle, zumindest die letzten nicht mehr. Bei deren Motoren stiegen die Drehzahlen warum auch immer dafür. Das 1. ist das kräfigste.