Beiträge von X-Man

    Zitat von tom1179

    Was andere über den Bock denken ist mir völlig Hupe.


    Ist ja auch völlig okay.


    Dann werde ich mich jetzt mal dezent zurückziehen und meine Gedanken auf anderen Wegen sortieren. :D


    Gruß
    Jörg

    Zitat von alprider

    na bei der EX schreibens ja auch der Motor hätte Mühe mit den fast 260kg....


    und generell erst ab der Mittelklasse lassen sie gutes durchblicken......naja werden sie etwa von BMW gesponsert ?


    Möglicherweise ein Fall für die Mythbusters ... :geek:




    Gruß
    Jörg

    Zitat von ClassicBikeFan


    - Ja, die RS ist etwas "steifer" aber nur geringfügig. Ich jedenfalls habe beim "Kurvenwedeln" keine Probleme!


    Heute morgen auf MOTORRAD-Online das hier gelesen:


    »Wenn im Lastenheft des nächsten Kradkaufs neben dem Wort„Klassik“ auch das Wort „Sport“ stehen soll, dann ist die CB 1100 RS ehrlich gesagt nicht die richtige Wahl. Zu unharmonisch das kippelige wie störrische Fahrwerk, zu zahm der Motor, zu schwach die Bremse. Und dann noch die vielen Kilos. Nein, hier geht es um Sport als Ästhetik-, nicht als Dynamikbegriff. Und da macht Hondas Retro-Wumme eine richtig gute Figur. Souverän schwingen, das geht gut. Genau wie die klassische Honda-Wertigkeit zu zelebrieren.«


    Habe den Eindruck, je mehr Jahre ins Land ziehen, desto schlechter schneidet die RS bei MOTORRAD ab. Die anfangs verhaltene Kritik tritt immer offener zutage. So nach dem Motto: Die überteuerte unausgereifte Möhre kauft eh kaum noch ein Mensch, dann können wir jetzt ja zum Nachtreten übergehen. Oder so. Dass hierdurch potenzielle Käufer mehr als abgeschreckt werden, wird vom Autor wahrscheinlich so gedeutet: Meine heutige gute Tat bestand darin, den einen oder anderen Retro-Freund vor einem Fehlkauf zu bewahren ...


    Hier der Link:


    https://www.motorradonline.de/…hr-2020-preis-uebersicht/


    Gruß
    Jörg

    Zitat von alprider

    im Wechselbad der Gefühle ?.... :mrgreen: .... :whistle:


    Jawohl, Monsieur alprider. Ich würde den molligen Charme meiner übergewichtigen Ballerina doch arg vermissen, und ja, ich hege da gewisse Gefühle, die ich nicht mehr verleugnen kann und will, wozu all dieses Gerede um die Vernunft, hinfällig die Suche nach dem Makel, was doch nur dazu führt, all den Glanz dieser technischen Schöpfung in einem um so helleren Licht erstrahlen zu lassen ... :violin: :D


    Gruß
    Jörg
    (nüchtern)

    Zitat von Lutz

    Hallo,


    Wenn ich das so lese, ist meine Meinung das du das falsche Moped hast.


    Vor ein paar Tagen habe ich intensiv über das Thema nachgedacht und war zunächst auch der Meinung, das falsche Motorrad zu fahren. Auf der anderen Seite ergeht es mir wie Wisedrum, mir gefällt kein anderer Reihenvierer. Ich bin einige neuerer Bauart gefahren, dazu noch einen V4, aber keiner kommt für mich an den der CB 1100 heran.
    Wenn ich mich so auf dem Markt umschaue, herrscht das optische Grauen, die Preise ziehen an, und die Bikes werden irgendwie immer chinesischer. Eine gute NC steht bereits in der Garage, die nutze ich gemäß ihrer Bestimmung immer öfter für den Arbeitsweg und sie taugt mir auch sehr auf der AB. Bei einem ernsthaften Fahrvergleich, den ich neulich gemacht habe, hat die 750er gegenüber der CB überraschend gut abgeschnitten und ich bin gedanklich schwer ins Schleudern geraten. Ich hatte vor, die CB wenn überhaupt gegen eine weitere NC einzutauschen, aber davon bin ich inzwischen wieder ab. Was soll ich mit zwei NCs? Das hatte ich bereits - eine ist toll, zwei sind irgendwie unbefriedigend. Und was der Markt im Augenblick so hergibt an Alternativen, törnt mich nicht sonderlich an. Was, woran ich mich nun wieder erinnere, der Grund gewesen ist, warum ich mir eine CB 1100 RS zugelegt habe, und worüber ich sehr lange und sehr gründlich nachgedacht hatte. Jetzt habe ich ein bisschen das Gefühl, als habe ich versucht, mich selbst auf's Kreuz zu legen. :think:
    Die CB bleibt, sie ist das richtige Moped.


    Gruß
    Jörg

    Da in letzter Zeit bei zweifelhaftem Wetter und Salzstaub auf den Straßen unterwegs gewesen, habe ich vor ein paar Tagen eine umfangreiche Handwäsche gemacht und alles mal optisch gecheckt: keine Spur von Rost, nirgendwo.


    Die meiste Arbeit hatte ich mit den Felgen, die habe ich im vergangenen Jahr nur einmal gründlich gereinigt, dementsprechend kam ordentlich WD40 zum Einsatz. Unter dem Schmutz war aber alles gut soweit, bis auf einen Mikrosteinschlag hinten. Am Getriebedeckel und am Tank gab's wohl jeweils einen weiteren Mini-Einschlag. Am Tank kann man dabei sehr gut sehen, wie dünn die Lackschicht tatsächlich ist. Das linke Lenkerendgewicht hat sich dieser Tage einmal losgerüttelt, die Schraube schaute einen guten Zentimeter heraus. Auch ist das Gewicht an sich schon ziemlich abgegriffen, wohl deshalb, weil mein Handballen ständig darauf liegt. An der oberen Gabelbrücke zwischen den Lenkerklemmen eine blasse, leicht weißliche Verfärbungsspur, die ich mir nicht erklären kann und die sich nicht entfernen lässt (es sei denn durch schmirgeln). Das war's auch schon, alles Pipikram.


    Ansonsten nichts zu bemängeln, optisch und vor allem technisch, aber das habe ich auch nicht erwartet nach leicht aufgerundet 15.000 gefahrenen Kilometern in 2019. Nach der katastrophalen Werksbereifung hält der aktuelle Vorderreifen Dunlop Roadsmart 3 jetzt bereits 9600 Kilometer durch und sieht so aus, als würde er die nächsten 1000 auch noch schaffen. Der Hinterreifen hat 6.500 runter und sieht noch ziemlich neuwertig aus.


    Bin sehr zufrieden, was den Gesamtzustand des Fahrzeugs betrifft!


    Gruß
    Jörg

    Zitat von Wisedrum

    Die Unterschiede und ein anderes Fahrverhalten resultieren bestimmt aus deinen aufgezeigten Merkmalen beider Varianten, von denen ich nur eine kenne und dann auch nur die Standardausführung der Erstserie. Eines haben alle CBs wohl dennoch gemeinsam, erst einmal in Fahrt gesetzt, lassen sie sich ungeachtet ihres Gewichts locker durch die Gegend bewegen, ist der Schritttempobereich verlassen. Das hat Honda gut hinbekommen bei so einem schweren Motorrad. Vielleicht ist das auch nicht so kompliziert zu konzipieren, denn eine einst probegefahrene moderne Road King, ungleich schwerer als die CB, gab sich ebenfalls auf dem Proberitt ungemein leichtfüßig und gewinnend sehr händelbar ausbalanciert. Das fand ich für dieses "angechopperte" Cruisermotorrad anderer Prägung schon überraschend.


    Wisedrum


    Die vier CBs und andere Honda-Modelle (Straße), die ich bisher gefahren bin, waren allesamt phantastisch austariert. Selbst bei den langsamsten Fahrmanövern habe ich mich absolut sicher gefühlt. Auch das allgemeine Fahrverhalten dieser Motorräder ist ohne Fehl und Tadel. Für mich ist das eine typische Eigenschaft von Honda. Was andere schwere Naked Bikes angeht, fehlt mir die Erfahrung, aber bezüglich der 1100er CBs habe ich mir wegen des Gewichts noch keine tiefer gehenden Gedanken gemacht. Es gibt Situationen, wo es berücksichtigt werden muss, und hat man das verinnerlicht, bleibt die Linie rund und der Fahrer oben.
    Über die Road King habe ich schon zwei- oder dreimal Ähnliches gehört, auch über andere schwere Brocken wie die neue Rocket oder die GW. By the way, die 2020er Road King Special gefällt mir optisch ausgesprochen gut!


    Gruß
    Jörg

    Zitat von Wisedrum

    Wenn sie diese Leistung nicht locker aus dem Ärmel schütteln würde nach Tacho, wäre das bei 90PS und einer Zwangslimitierung der Höchstgeschwindigkeit mehr als verwunderlich. Das Nicht RS-Model bietet bei dieser Geschwindigkeit keinerlei Anlass zur Beunruhigung, von daher erscheint es ein wenig seltsam, dass sich die RS-Variante unruhiger gebärdet, obwohl die andere Ausführung gerade in der Erstserie den Flattermannhochlenker trägt. Die Frage bleibt, ob man überhaupt mit irgendeiner CB nach Tacho solche Speeds entern möchte.


    Die RS hat im Unterschied zur EX einen Lenkkopfwinkel von 26° (EX 27°) und einen Nachlauf von 99 (!) mm (EX 114 mm). Hinzu die 17-Zöller, eine um 5 mm höhere Sitzposition, verringerte Bodenfreiheit, einen kürzeren Radstand, einen 30 mm tiefer montierten 30 mm schmaleren Lenker. Diese Modifizierungen ergeben in der Summe ein Fahrverhalten, dass deutlich von der EX abweicht. Wobei der Unterschied zu den älteren EX-Modellen noch größer ausfällt.


    Ob die Unterschiede relevant sind, hängt von mehreren Faktoren ab, von der physischen Beschaffenheit des Fahrers/der Fahrerin zum Beispiel. Und wenn man nur eines der beiden Modelle kennt bzw. fährt bzw. ein älteres Modell sein eigen nennt, hat man möglicherweise keine Vorstellung betreff der Unterschiede, Theorie und Praxis halt.


    Ich schätze die Vorzüge der veränderten Fahrzeuggeometrie und der veränderten Fahrwerkskomponenten bei der Landstraßenfahrerei. Da mein Heimatrevier fast nur aus Kurven besteht, trennt sich hier schnell die Spreu vom Weizen, und ich bekomme ziemlich rasch eine Vorstellung von den Unterschieden betreff Fahrwerk und Handling. Hier punktet die RS ganz eindeutig vor der EX. Ganz anders sieht es auf Streckenabschnitten mit (sehr) langen Kurven und bei Geradeausfahrten (AB) aus, wo die Durchschnittsgeschwindigkeiten jenseits von 100 km/h liegen können, das ist (für mich) das Revier der EX.


    Die Rede ist selbstverständlich von den Stärken, natürlich können beide Maschinen beides. Entscheidend ist, wie die obere Hälfte des Motorrads das empfindet und einsortiert, welche Erfahrungen man macht, was einem wichtig ist. Mir persönlich, das habe ich herausgefunden, ist eine hohe Stabilität bei höheren Geschwindigkeiten (auch in Kurven) wichtig. Von daher ist eine Entfernung der Geschwindigkeitsbegrenzung - für mich - unnötig: ich würde das auf keinen Fall ausnutzen wollen.


    Als Vielfahrer mit hohem AB-Anteil empfinde ich die RS als zunehmend nachteilig, aber die Meinungen hierzu müssen quasi zwangsweise auseinander driften, aufgrund von Präferenzen und Erfahrungen.


    Gruß
    Jörg