Beiträge von Wisedrum

    Kenn' ich. Starte auch stets gern mit einer sauberen Honda. Bis auf Urlaubsfahrten, da ist's meistens dann so, wie's ist.


    Wenn man einigermaßen Schliff in der Kiste hat, lässt sich die Honda beim Schmutzigwerden relativ schnell wieder in einen gewünschten Blinki Blinki Zustand versetzen.


    Für mich hat die Pflege der Maschinen auch immer eine meditative Seite, also kein Stress, eher Stressabbau und ich lebe sie aus, wenn's passt.


    Wisedrum


    Finde die Honda CB 1100 der Erstserie gut konstruiert und verarbeitet. Wenn auch nicht makellos und fehlerfrei von Anfang an. Die Grundierung der Zylinder ist ihnen nicht gelungen, pinsel ich halt nach von Zeit zu Zeit und lebe damit. Das Leerlaufproblem, absackender und oder sich erhöhender Leerlauf, nervte mich eine Zeit lang, als es nach einer Weile des Besitzes wie aus heiterem Himmel auftrat und blieb. Es kostete mich Zeit und Drängen, bis Honda endlich mit einer Lösung rausrückte in Form einer upgedateten Einspritzsoftware, weil sie die alte fehlerhaft programmierten, was ihnen erst nach einer Zeit auffiel. Immerhin wurde diese kostenfrei selbst nach Ablauf der Garantiezeit bei einem Händler aufgespielt, bei dem ich die CB nicht kaufte. Von daher, immerhin....


    Eine Honda würd' ich wieder kaufen, halte Hondas für die
    besten, unproblematischten und langlebigsten Motorräder auf dem Markt. Wüsste nur nicht welche, weil mir außer der "alten" CB kein anderes Modell aus dem Portfolio zusagt. Die hab' ich schon....und brauch' zudem kein weiteres Motorrad mehr neben denen, die bleiben und ich fahre. Ob sich die Qualität der CB im Rahmen der Modellpflege verschlechterte, vermag ich nicht zu beurteilen. Lese ich die voherigen Posts, scheint es in einigen Fällen der Fall zu sein. Bei ihnen müsste Honda in seiner Handhabung von Problemen, die Kunden erleben, schon aufpassen, sich nicht für too big to fail zu halten. So big ist niemand aber vielleicht zu hochmütig....


    Honda schreibt eben, alle 12.000km Ventilspielkontrolle.
    Im ersten Test der Zeitung TOURENFAHRER 2013 schrieben sie alle 24.000km. War wohl frommes Wunschdenken. Genau weiß ich es nicht, hat Honda das Kontrollintervall nach der Erstserie auf diesen Wert verlängert?


    Im amerikanischen Forum schrieb ein Moderator mal als Gedankenanregung, solange die CB gut anspringt und läuft, der Verbrauch nicht nach oben schnellt und auch sonst keine Anzeichen von Veränderung zeigt, könne man (er), unbesorgt so ruhig weiterfahren. Uninspiziert. Machen das nun einige? Ja.


    Wer auf Nummer sicher gehen will, gerade was das mögliche und folgenschwere Einbrennen der Außlassventile angeht bei mangelnder diesbezüglicher Wartung, hält sich ungefähr an die Wartung, bevor es vielleicht richtig teuer wird. Inspiziert man aus Unvermögen nicht selbst, wird das in gehäufter Regelmäßigkeit auch werkstattmäßig nett ins Geld gehen, falls überhaupt viel mit der CB gefahren wird und km zusammenkommen. Von denjenigen, die inspizieren ließen, las ich oft, brauchte nichts nachgestellt zu werden. Insofern lässt sich bei Bedarf auf eigenes Risiko auch auf diese Karte setzen und weiterfahren ....


    Wisedrum

    Herzliche Glückwünsche zu deinem bestandenen Longtime Test mit der Honda von einem, der nur ein Viertel deiner Distanz mit der CB bisher absolviert hat und durch deine Laufleistung sein Vertrauen in das Durchhaltevermögen der Honda on the long run nur mehr gestärkt sieht. Auf dass deine CB weiterhin so munter durchhält (und meine auch),


    Wisedrum

    Kann ich bei meiner Fahrweise so nicht schreiben.
    Vorne nutzt die Pelle allerdings weitaus schneller ab als hinten. Kann auch am Bridgestone Reifen liegen Bt 54F, den ich bisher nur gefahren habe und der vom Hersteller alles andere als üppig mit Profil bestückt ist vorne im Gegensatz zum Hinterradreifen. Da ich mehr hinten als vorne bremse und die Geschwindigkeitsabnahme eher übers Gas und die Gangwahl regle, kann's daran nicht liegen. Vermutlich eher an der Gewichtsverteilung dieses Big Four.


    Nutze ich das Profil grenzwertig aus, dann komme ich vorne etwa 15.000km weit und hinten 25.000km. Da hinten immer noch Profil übrig ist oder vorne, zieh' ich vorne bzw. hinten wieder einen Bridgestone auf und das Spiel beginnt von vorn. So komm' ich nie von diesen Pneus los. Laufen für meine Art des Fahrens aber völlig ausreichend bezüglich der Haftung, obwohl ich nicht abgeneigt bin, mal einen anderen Hersteller zu testen, z.B. Metzler Z8 . Aber mir widerstrebt es bei so teurer Ware wie Reifen, nicht zuende gegurktes Material zu entsorgen, um komplett auf eine andere Marke umzusteigen...


    Wisedrum

    Anlässlich des Kettensatzwechsels wurde an der CB auch eine USB-Steckdose der Firma BAAS, USB6, verbaut, die die alte Defekte ersetzt. Mir gefällt besonders der An/Ausschalter mit LED-Anzeige im Gegensatz zur vorherigen, da ich nun die Sicherung für die Dose gesteckt lassen kann und es somit eine Reglung für deren Stromzufuhr gibt. Neben der rechten Einspritzverkleidung ist sie am Rahmen befestigt und kommt dem Bein nicht in die Quere. Bei Regen on Tour werde ich nach meinen Erfahrungen in Schottland nun nicht mehr das Smartphone während der Fahrt laden...


    Wisedrum

    Letzte Woche habe ich mit einem alten KFZ-Meister zusammen der CB einen neuen Kettensatz spendiert, den ich für 105€ vergangenen Herbst als Angebot bei Louis kaufte. Da wir die Endloskette DID 530 VX trennten zwecks Montage ohne Schwingenausbau, kam noch ein passendes Nietschloss für 7€ hinzu.


    Würde das ganze Prozedere gern selber hinkriegen, dazu fehlt mir zum einem die Werkstatt und teils entsprechendes Werkzeug wie beispielsweise ein Trenn/Vernieter für DID Ketten, lässt sich für 50€ besorgen, zum anderen, sollte irgendwas schieflaufen bei der Aktion, ist leider immer drin mit wenig Übung, häng' ich anschließend mit 'ner fahruntüchtig zerlegten Karre auf dem Hinterhof im Freien rum....


    Wie dem immer sei, so wanderten noch ein paar Euros für seine Hilfe aus meiner Geldbörse für den 1. Kettensatzwechel bei 50.000km. Nicht nur die Kette zog diese Laufleistung (zu) arg in die Länge, die Versteller hatten ihr absolutes Maximum erreicht, es spitzten sich auch die Zähne von Ritzel und Kettenblatt zu, wenn auch noch nicht stark bedrohlich, was mich ob der vielen Kilometer wunderte. Gute Honda Erstausrüsterqualität. Ein Verhärten neben der starken Längung der Kette fiel mir schon seit geraumen Kilometern auf....


    Nun läuft die CB mit neuem Kettensatz wieder deutlich smoother, weil nicht so mahlend und ruhiger. Bin gespannt, ob mit dem neuen Satz auch eine ähnliche Laufleistung herausgefahren werden kann. Wenn ich's wieder drauf anlege....


    Nehmen wir mal an, man überlässt den kompletten Kettensatzwechesl inklusiv Materialbeschaffung einer Werkststatt, wie teuer wird der "Spaß", irgendwas zwischen 300 und 400€, falls man damit überhaupt auskommt? Hat doch bestimmt schon jemand so machen lassen, oder?


    Nächste anstehende Arbeiten demnächst sind ein neuer Hinterradreifen, der Dritte dann, und TÜV. Motorradfahren kostet....


    Wisedrum

    Die Vollverkleidung, nachdem Du den Buchstaben F ergänzt hast, ändert natürlich einiges an meiner Einschätzung. Für das tägliche AB- Fahren und Pendeln halte ich sie für unverzichtbar.


    Ob man sich auf die von dir gefahrenen hohen Geschwindigkeiten, so sie auf unseren ABs überhaupt fahrbar sind, einfahren möchte, steht auf einem anderen Blatt...


    Wenn ich es richtig einschätze, stammt der Motor deiner Suzuki aus der GSXR 1000, einem Supersportler, in modifizierter Form. Er ist sicherlich sehr kräftig, bewährt und langzeitstabil als Wassergekühlter.


    Da mich Windruck auch nicht sonderlich anhippt, dazu muss ich nicht mal deutlich über 100km/h fahren, habe ich an allen Motorrädern Scheiben montiert, die zumindest den Oberkörper gut von ihm befreien. So lässt es sich stundenlang bis hinauf zu "gewissen" Geschwindigkeiten ganz entspannt fahren. Gleichwohl bieten sie nicht den Schutz einer Vollverkleidung.


    Dir wünsche ich viel Freude mit der Suzuki.


    Kleine Anekdote am Rande, als Suzuki diese Tausender auf den Markt brachte und an einem Aktionswochenende Probefahrten mit ihr für Interessierte anbot, warnte ein Händler in KI Fahrer, es lieber vorsichtig angehen zu lassen beim Gasgeben. Die Suzuki würde außerordentlich gut beschleunigen.... als Ende vom Lied zerlegte ein "Testfahrer" das Teil durch Abflug...


    Wisedrum

    Glückwunsch zur Suzuki, die gewiss nicht jedermanns Fall ist .....


    Schön, dass Du die Honda behältst und dem Forum erhalten bleibst.


    Klar gehen Kilometer nicht spurlos an ihr vorüber, Sorge machen würd' ich mir deswegen nicht, Verschleißteile, wenn's anliegt, wechseln und weiterfahren. Machst Du ja jetzt auch, nur begrenzter. Wenn ich an itsme denke und seine 200.000km, nehmen sich dagegen meine bisher abgespulten 50.000km noch recht frisch aus. Vertraue aber auf die Langzeitqualizät dieses Motorrads. Ist dann halt mit der Zeit gebraucht und benutzt, dafür wird ein Motorrad doch gebaut. Aber verbraucht oder ausgelutscht? Abwarten.


    Kann auf der anderen Seite gut den Wunsch nachvollziehen, mehrere Motorräder zu besitzen und zu fahren. Allerdings verschiedene, gerade von der Motorbauart. Nichts anderes mache ich und dadurch kommen die Vorzüge, die Besonderheiten eines jeden beim Fahren mit ihnen zum Vorschein. Im dadurch sich zwangsläufig einstellenden Vergleich. Auch die der CB. Sie hat gewiss welche und unschlagbare.


    AB ist immer so eine Sache, nicht unbedingt die erfreulichste und spannendste. Lässt sich aber mit jedem Motorrad abfahren. Die CB kann das auch sehr gut. Wenn ich viel AB fahren würde oder gar müsste, würd' ich mir ein Motorrad kaufen, das sich und mich in diesem Metier am wohlsten fühlen lässt, beispielsweise eine FJR 1300. Ob die Suzuki so eines ist? Ich wage es zu bezweifeln...auch wenn sie dafür bestimmt mehr als genug Leistung im Gegensatz zu ihrem gebotenen Komfort bereit hält.


    Wisedrum