Beiträge von Wisedrum

    Bei Dingen, die nicht sonderlich ins Geld gehen, kann sich Honda kulant zeigen. Ist ja auch kein großes Ding. Wie z.B. dem Aufspielen einer neuen Einspritzanlagensoftware, die den Leerlauffehler der CB im Stande war, zu kurieren und daneben das deswegen Generve und auf die Füßetreten des unzufriedenen Kunden abzustellen vermochte. Das sogar, obwohl dieser nicht den Nachweis darüber erbrachte, dass die Honda immer fein säuberlich für viel Geld bei Honda gewartet wurde. Einzig der Verweis auf einen langanhaltenden regen Kommunikationsprozess mündlicher und schriftlicher Art mit der Generalvertretung Hondas in D wegen dieses Problems wurde als Argument ins Spiel gebracht.


    Ich bezweifele stark, dass Honda im Falle der zerschossenen ECU einem Kulanzantrag, der sie bei Bewillung viel Geld kosten wird, stattgeben wird. So großherzig wird der Hersteller nicht sein, zudem unklar ist, was und wer die Steuereinheit gehimmelt hat. Ich mag mich täuschen. Wie auch immer, dumm gelaufen, aber ohne intaktes Masterbrain ist die CB leider nicht fahrbar, noch für halbwegs annehmbare Kohle veräußerbar. Da hilft dann nur der Biss in den sauren Apfel, soll diese CB-Reise weitergehen. Ich wäre geknickt und wegen der langen open end Standzeit gefrustet. Kann deine Enttäuschung gut nachvollziehen. Willst jetzt was machen und viel Geld investieren und die ECU lässt sich nicht an Land ziehen. Keiner weiß so genau warum. Das ergibt von so einem großen Hersteller ein trauriges Bild, in dem andere und kleinere deutlich besser dastehen. Fahrzeuge mal ebenso abzutickern, ist die eine Seite der Medaille. Sie gut nachzubetreuen, wenn der Kunde es wünscht, gerade wenn Probleme auftauchen, eine ganze andere und weitaus schwerere Aufgabe.

    Es ist für einen Hersteller einfacher, vor allem günstiger, ein Motorrad aus dem Programm zu nehmen, es umzubenennen, ein paar Veränderungen vorzunehmen und es dann als 'Retromotorrad' anzubieten.


    Bei Honda find ich gut, dass sie für die CB viel tiefer in die Entwicklerkiste gegriffen haben. Das Ergebnis kann sich in meinen Augen sehen und fahren lassen. Bei den oben erwähnten 'Neuentwicklungen' habe ich dagegen damit meine Schwierigkeiten.

    Warum sollte er nicht? Fahre auch einen Twin mit 'nur' 800ccm. Er ist jetzt bei 74.000km angekommen, ein Ende nicht in Sicht. Kommt allerdings aus Japan.


    Wenn einen ein neues Motorrad reizt, scheint der Fall bei dir zu sein, und man nur 1 fahren möchte, statt ein 2. oder wievieltes auch immer dazu zu kaufen, wirst nur Du wissen, wie weit der Reiz dich bringt. Es kann der Zeitpunkt kommen, weiterzuziehen. Hier ja öfter nachzulesen, weil anders reizvoller ist, oder altes nicht mehr so passt, vielleicht gar langweilig geworden ist. Dann beginnt man, sich umzugucken nach Inspirationen, die einen mehr triggern. Menschlich, allzumenschlich.

    Zu deinem erwähnten Gangskippen: So ist's. Sich im großen Gang von so einem großen Motor ziehen zu lassen, ist sehr cool, beruhigend und angenehm. Wie ein Automatikgummiband. Also nichts wie hin zu ihm, ohne Umwege und alles, was aufhält. Natürlich nur wenn's passt. Passt schon erstaunlich oft, wenn man so fährt wie ich, hihi.

    Dennoch lassen sich welche überspringen, ohne die geschalteten, aber nicht zwischendurch eingekuppelten Gänge z.B für's Beschleunigen zu benutzen, bis man in einem höheren Gang landet, den man dann einkuppelt und in ihm fährt. Beispiel: 1-3-5 werden gefahren, 2 und 4 übersprungen bei der 5-Gang CB. Mach ich öfter mal, wenn die topographischen Verhältnisse beim Anfahren das hergeben und ich keinen Bock drauf habe, alle Gänge anfahren zu müssen. Das Drehmoment der CB gibt das locker her. Hätte ich 'ne 6-Gang, würd ich noch mehr Gangskippen betreiben bei dem unnötigen Überangebot von Gängen für dieses Motorlayout.


    Apropos Klacken. Mal so, mal so. Die Gangbox der CB ist dahingehend akustisch recht unaufgeregt, wenn der Fahrer nicht hektisch im Getriebe rumhackt gerade beim Runterschalten. An Ampeln und danach höre ich von anderen Motorrädern viel fiesere und bedenklichere Geräusche, wenn geschaltet wird, mit denen die CB nicht aufwartet. Auch nicht in der Erstserie.


    Dachte und meine, gelesen zu haben, die Nachfolgemodelle wurden auf gesteigerte Smoothness der Schaltbox getrimmt. Wenn ich diesen Thread hier lese, ist dem wohl nicht so.

    Nicht nur dann. Benutze die Vorderradbremse weder häufig noch stark, mir gefällt beim CBS die Hinterradbremse wegen ihrer Smoothness besser, dennoch verabschiedet sich der beschriebene Vorderreifen wesentlich schneller als der hintere. Mag daran liegen, dass der Inline 4 fett und schwer selbst bei gelassener Fahrweise aufs Vorderrad aufträgt und bei den Bridgestones der Reifen selbst neu nur den Hauch von dem besitzt, was gemeinhin unter einem Profil verstanden wird.

    Bei der CB kenne ich das mit der Bridgestone-Serienbereifung BT 54F nur so, die ich als Reifen ausschließlich bisher fuhr. Hinten hält der Reifen viel länger, das Doppelte an Laufleistung. Um eine Idee zu geben: In etwa 13.000 zu 26.000km.


    Ändert sich vielleicht, wenn ich auf eine andere Marke, z.B. Metzler Z8 umsteige. Könnte irgendwann passieren. Noch sind die jetzigen Reifen ganz gut profilbestückt.