Inspektion 24.000 km

  • #31

    [/quote]
    Erstaunlich, daß man mit der Erwähnung eines profanen Ölwechsels offenbar manchem eine große Freude bereiten kann.

  • #32


    Meine Erfahrungen sind seit Jahrzehnten andere; ich habe schon erlebt, daß nach fünfmonatiger Standzeit Undichtigkeiten aufgetreten sind, weil Dichtungen ausgetrocknet oder Membrane versteift waren; auch "verklebte" Kupplungen und festgesetzte Kolbenringe gab es schon.
    ("Standschäden")


    Für die Mechanik (Lager, Wellen, Pumpen, Zahnräder) ist es gut, wenn sie bewegt und mit Öl durchflutet werden.


    Meine Fahrzeuge stehen nicht in Eiseskälte, sondern immer "warm und trocken" bei mindestens +8°C; somit ergibt sich nie ein brutaler Kaltstart.

  • #33

    Kaltstart ist Kaltstart, ob bei +8°C oder -2°C, jedes unnötige Starten eines kalten nicht auf Betriebstemperatur befindlichen Verbrennungsmotors ist Verschleiss der nicht notwendig ist.
    Wenn Bauteile immerhalb eines Verbrennunugsmotors eine unlösbare Verbindung, während einer Standzeit, miteinander eingehen hat das in der Regel andere Gründe. Ich will nicht abstreiten das es in vielen Berufsgruppen andere Erfahrungen über die Notwendigkeit, des warmlaufens eines Mortor's gibt doch dieses hat sich aber bei uns im Maschinenbau bisher wohl noch nicht so richtig durchgesetzt. Aber es kann bei uns ein jeder machen was er für richtig hält. Das ist doch klasse oder?

    Holger


    Statt zu klagen, dass wir nicht alles haben, sollten wir lieber dankbar sein, dass wir nicht alles bekommen, was wir verdienen. D.Hildebrandt

  • #34

    Ich sehe das wie du, Friese. Nach allem was man mir im Studium und aus sonstigen Informationsquellen beigebracht hat, ist jeder einzelne Kaltstart verschleißträchtig. Andererseits, wenn jemand sagen wir zweimal pro Winter, und dann über 20 Jahre das Prozedere macht, dann hat dieser Motor 40 zusätzliche Kaltstarts auf dem Buckel. Auch wenn's nicht dienlich sein sollte, ich denke der entstandene Verschleiß fällt nicht so wahnsinnig ins Gewicht.
    Ich lasse den Motor auch nicht zu solchen Zwecken laufen, wenn das Mopped eingewintert ist. Falls es aber einen schönen, salzfreien Tag hat, dann mache ich gerne mal eine Bewegungsfahrt, um als Alibi das Öl umzuwälzen aber vor allem die Seele zu erfreuen :cool:


    P.S. zum Threadthema: mein 24.000er KD kam auf 640 Euro, ohne Zündkerzen, mit Bremsflüssigkeitswechsel.

    Viele Grüße - Stefan

  • #35


    Zurück zum Thema - danke Dir.
    Plus gut 300 EUR für Reifen, 170 EUR für Batterie und gut 50 EUR für Zündkerzen ergibt dann etwa 1.150 EUR und ist somit ziemlich genau in dem PReisrahmen wie auch die Inspektion bei meiner CB1100.
    Dann paßt das ja ganz gut.

  • #36



    EDIT: Und noch ein Hunni obendrauf für HU/AU, dann biste schon mit Deiner Rechnung drüber.
    Den TÜV hatte ich bei der obigen Rechnung ganz vergessen.

  • #37


    Hallo,
    Kaltstarts werden aus meiner Sicht überbewertet. Denn auch Warmstarts nach 1-2 Stunden Standzeit sind nicht viel besser.


    Hausarztkombi mit 80000 km oder Vertreterkarre mit 200000 km?
    Ich würde die Vertreterkarre nehmen.


    Was ist das Schlimme an den Starts: Es dauert oftmals bis zu einer Minute, bis überall ein vollständiger Ölfilm vorhanden ist.


    Und unser "Kaltstart" ist in Sibirien quasi mehr als ein Warmstart.


    Gruss
    Lutz

  • #38

    Kaltstarts sind bestimmt nicht das Gelbe vom Ei für den Motor. Kommt darauf an, wie mit ihnen umgegangen wird. Sie sind nicht zu vermeiden, wenn der Motor nicht einmal gestartet endlos weiterläuft.


    Kann mir nicht vorstellen, dass nicht ein Restfilm Motoröl auf den Komponenten des Motors im Inneren nach dem Abstellen verbleibt, der beim erneuten Anlassen dafür sorgt, dass nicht zunächst nach dem Anlassen nur Metall auf Metall läuft und es so zerrieben wird. Heutiges Öl schmiert auch im kalten Zustand ganz brauchbar dünnflüssig. Auch das für die CB.


    Höhere Drehzahlen, als die der Kaltstartregelautomatik, verbieten sich für mich von selbst, 1.500U/min. Diese Drehzahl lässt sich wegen der Einspritzanlagensteuerung nicht weiter absenken, dient wohl auch der Erwärmung des Kats, was ich wie einst bei vergaserbetriebenen Motorrädern tun würde und sie durch leichtes Gaslupfen lieber selber am Laufen hielt unterhalb dieser nun vorgegebenen Drehzahl, die eine geraume Zeit braucht, um nach dem Start abzusinken. Also tuckere ich erstmal gelassen ohne Warmlaufenlassen im Stand eine kürzere Weile vor mich hin. Das geht in dem Bereich der Stadt, in der ich wohne und gewöhne die Honda nach und nach langsam an höhere Drehzahlen. Lasse ihr Zeit zum Aufwärmen.


    Ob das nun alles so schädlich für den Motor ist, wie gemutmaßt? Sicherlich nicht die gesündeste Form eines Motorlaufs. Motorölkreisläufe brauchen unterschiedlich lange nach dem Start, bis auch die letzten Stellen mit frischem, noch kaltem Öl versorgt sind. Gerade im Zylinderkopfbereich. Wie schnell das beim CB-Motor der Fall ist, weiß ich nicht, vermutlich ziemlich schnell.


    Wenn ich an Itsmes bisherige Laufleistung denke, bei ihr waren wahrscheinlich reichlich Kaltstarts auch bei sehr kalten Temperaturen dabei, mach' ich mir zu diesem Thema keine unnötigen Gedanken. Der Motor kann sie locker ab bei sinniger Umgangsweise im noch kalten Zustand. Der Hersteller wird durch die Art, wie er den Motor gebaut hat, schon dafür gesorgt haben. Immerhin ist's eine Honda vom weltgrößten Motorenbauer.


    Wisedrum

  • #39

    Dem würde ich so vollumfänglich zustimmen.

  • #40

    Falls es jemanden interessiert...


    Im Februar hat der freundliche Händler meine CB 1100 EX saisonkennzeichenbedingt mit dem Transporter als Service bei mir zu Hause abgeholt. Heute durfte ich mein Schätzchen wieder nach Hause fahren. War schon fein, so nach vier Monaten mal wieder am Gashahn zu drehen...


    Gekostet hat es 713 € für:

    - 12.000 km Inspektion

    - frische Bremsflüssigkeit

    - Ölwechsel

    - neue Reifen Metzeler Z8 vorn und hinten

    - HU/AU.

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