CB1100 RS - was geht!?

  • #22

    Außen, weil er näher zur Fahrbahnmitte hin lag.
    Worauf zielt Deine Frage ab? Hm. Ich glaube nicht, dass ich - bewusst oder unbewusst - eine Kurskorrektur Richtung Gegenspur vornehmen würde, vor allem nicht bei der Geschwindigkeit und in Schräglage.


    Gruß
    Jörg

  • #23

    nur weil etwas von drücken geschrieben hast.......


    ansonsten kann ich natürlich nix sagen zum Fahrverhalten der RS gerade in solch einer Situation: bremsen in Schräglage...eben ich muss das Teil mal mieten gehen fürn Tag...
    und wie stark ich z.b. die Leitplanke angestarrt hätte in diesem Fall...0 Ahnung.... :whistle:

    .
    nach schräg kommt flach
    .

  • #24

    Hallo,


    du fährst einen Linksbogen in Schräglage und wolltest dann durch einen Lenkimpuls weiter nach rechts ausweichen? Habe ich das richtig verstanden?


    Ich vermute, daß du den Lenkimpuls nur zum Einleiten der Kurvenfahrt, und gegebenfalls zur Korrektur in der gleichen Richtung nutzen kannst.


    Gruss Lutz

  • #25

    Ich habe gedrückt, aber mit mäßigem Erfolg, wie ich im Nachhinein vermute. Und selbstverständlich habe ich die Leitplanken angestarrt ... Vielleicht standen im entscheidenden Bremsmoment die Räder "in Flucht", und zu schräg war ich auch nicht unterwegs und ich befand mich noch nicht zu weit in der Kurve und ... Schwein gehabt. Allerdings hatte ich die Leitplanken erst im Visier, als die Sache aus dem Ruder zu laufen drohte.


    By the way, das ABS arbeitet sehr gut. Heute ist mir ganz klassisch die Vorfahrt genommen worden, aus einer Seitenstraße linker Hand. Ich befand mich auf einem schnurgeraden Abschnitt einer Bundesstraße. Der jugendliche Fahrer des schrottreifen Kleinst-SEAT hatte mehrere Sekunden Stillstand, er hätte meine Geschwindigkeit eigentlich recht gut einschätzen müssen (und davon bin ich ausgegangen ...). Stattdessen bog er zu einem sehr ungünstigen Zeitpunkt ab und ich musste aus 100 km/h eine Notbremsung hinlegen, die sich gewaschen hat. Es langte trotzdem nicht ganz, ich musste dem Wagen ausweichen, hatte dabei einen leichten Linksdrall bei gleichzeitigem Gegenverkehr, so dass ich mich für Sekundenbruchteile zwischen zwei Autos befand.
    Okay, das ABS tut seinen Job, aber die Bremsleistung insgesamt muss ich als etwas lasch bezeichnen, im Hinblick auf das Gewicht der CB hätte ich einiges mehr erwartet. Ich war bass erstaunt, dass ich ausweichen musste. Wieder was gelernt.


    Gruß Jörg

  • #26


    Ja, genau. Schräglage mäßig, Kurve weitläufig. Aus einer Geraden in die Kurve mit leichtem Lenkimpuls, Geschwindigkeit irgendwo zwischen 80 u. 90 km/h. Dreck auf der Straße registriert, leichter Lenkimpuls Richtung Außenseite, um das Hindernis zu umfahren. Angedachte Korrektur in die gleiche Richtung, ganz recht. Mit oben beschriebenem Ergebnis.


    Eigentlich eine nicht so schwere Übung. Ich hatte genug Zeit und nach meinem Dafürhalten einen recht guten Überblick über die Situation. Ich wollte auch gar nicht so weit weg von meiner Linie, vielleicht einen Meter oder so nach rechts.

    Ich habe das gleiche Manöver - der Dreck liegt immer noch dort - heute morgen mit einer NC 750 S wiederholt. Die NC lag nach dem korrigierenden Lenkimpuls sofort wieder in der Spur bzw. meiner angedachten Linie - aber mit jetzt ordentlicher Schräglage. Heute Mittag mit der RS das Spielchen nochmal, und obwohl ich diesmal genau wusste, was auf mich zukommt, konnte ich eine starke Aufstelltendenz feststellen. Das Einlenken nach dem Korrekturimpuls ist natürlich sehr viel kürzer gefasst als beim Einfahren in die Kurve, darauf war ich so weit eingestellt, dass ich die RS sicher zurück auf eine annehmbare Kurvenlinie gebracht habe. Allerdings konnte ich nicht so viel Schräglage produzieren wie bei der NC.


    Wo ich das hier gerade schreibe, fällt mir ein ähnlich haarsträubendes Manöver ein, dass ich im Sommer 2017 mit einer VFR (RC79) hatte. In einer kurvigen Strecke bergab lag in einer uneinsichtigen Linkskurve Schotter auf der Fahrbahnmitte. Auch hier ein Korrekturschlenker. Trotz Stummellenker und relativ hohem Fahrzeuggewicht (242 kg) gab's null Probleme, kein Aufstellen, keine Spur von Instabilität. Das Ding fuhr wie auf Schienen.


    Bei solchen Dingen muss ich halt sofort nachhaken, das beschäftigt mich sonst über die Gebühr.
    Ich versuche das irgendwie positiv zu sehen. So lernt man sein Fahrzeug kennen ...


    Gruß
    Jörg

  • #27
    Zitat von X-Man

    Wenn hier andere RS-Fahrer anwesend sein sollten, die ähnliche oder aber ganz andere Erfahrungen gemacht haben: Wäre nett, wenn ihr euch hierzu mal melden würdet, Fahrstil, Bereifung etc.
    Vielen Dank im Voraus!


    Gruß
    Jörg



    Hallo Jörg.


    Ich habe eine 2018er RS und habe das von Dir beschriebene vorhin mal bewusst mehrmals herbeigeführt.
    Und, tatsächlich, sie stellt sich viiiel stärker auf als all meine anderen Mopeds.
    Gut zu Wissen. Durch Veränderung der Sitzposition ändert sich das Aufstellverhalten etwas,
    aber nicht arg viel (ich wiege 77 kg)
    Vielleicht liegt es tatsächlich auch an dem Reifenhersteller. Welchen hast Du drauf?
    Ich müsste gleich mal runter in die Garage, um zu gucken.


    Markus.

    Glück Auf, Markus.


    Honda CB 1100 RS (2018)
    Kawasaki GPX 600 R (1996)
    Kawasaki KZ 1000 Police P5 (1986)
    Kawasaki KZ 1000 Police C3 (1980)

  • #28

    Jedes 2-Rad stellt sich beim Bremsen in Schräglage auf, das ist physikalisch bedingt und nicht zu verhindern. Wie stark dieser Effekt ausgeprägt ist, hängt u.a. vom Verhältnis Reifenbreite/Höhe ab, "fette" Pneus zeigen diesen Effekt extrem stark, schlanke Pneues, so wie man sie früher fuhr, eher weniger.

    CB1100EX 2014 in rot

  • #29


    Hallo Markus,


    vielen Dank für Deine Rückmeldung. Habe den Dunlop Roadsmart 3 drauf. Ein sehr guter Reifen, habe schonmal einen Satz auf einer anderen Maschine aufgerubbelt. Ich war also nicht traurig, dass er als Erstbereifung für die RS aufgezogen wurde. Inzwischen bin ich mir aber nicht mehr sicher, ob das eine gute Wahl ist. Ich werde definitiv etwas anderes ausprobieren, wenn der Dunlop am Ende ist.
    Dieses Aufstellverhalten kann man händeln, wenn man darauf eingestellt ist, oder? Eventuell kann man das mit tauglicheren Reifen etwas entschärfen. Hoffentlich.


    Welchen Reifen hast Du denn aufgezogen?


    Gruß
    Jörg

  • #30
    Zitat von lederkombi

    Jedes 2-Rad stellt sich beim Bremsen in Schräglage auf, das ist physikalisch bedingt und nicht zu verhindern. Wie stark dieser Effekt ausgeprägt ist, hängt u.a. vom Verhältnis Reifenbreite/Höhe ab, "fette" Pneus zeigen diesen Effekt extrem stark, schlanke Pneues, so wie man sie früher fuhr, eher weniger.


    Dass das Aufstellen beim Kurvenbremsen ein simpler physikalischer Vorgang ist, weiß ich wohl, das will ich nicht dramatisieren, das kann schnell mal passieren und ebenso rasch unterbunden werden. Meistens jedenfalls. Aber sicherlich verhält es sich so, dass manche Motorräder anfälliger sind, als andere.
    Ich habe bereits im September letzten Jahres in der Einfahrphase, in der ich noch sehr zurückhaltend vorgegangen bin, ein zum Tänzeln neigendes Vorderrad und eine Tendenz zum Abdriften festgestellt, darin aber kein großes Problem gesehen. Der Meinung bin ich grundsätzlich immer noch, bin aber auch daran interessiert, die Fahrerei für mich ein wenig sicherer zu gestalten, klar.


    Wie ich an Markus gerichtet gerade schrieb, hoffe ich, mit einer anderen Bereifung das Aufstellen etwas entschärfen zu können. Wenn ein Reifen präziser auf Lenkimpulse reagiert - im Zusammenspiel mit der RS-Geometrie - müsste das doch klappen, oder?


    Gruß
    Jörg

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